Walddiskussion auf Banz
30. Oktober 2026
Kloster Banz
Thema: Wirtschaftsfaktor Holz vs. Wald
Wie viel Nutzung braucht der Wald und wie viel Wald braucht die Gesellschaft?
Der Wald steht heute stärker denn je im Mittelpunkt gesellschaftlicher Diskussionen. Einerseits liefert er den Rohstoff Holz, sichert Arbeitsplätze, schafft regionale Wertschöpfung und leistet als Lieferant klimafreundlicher Produkte einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Andererseits werden die Anforderungen an den Wald als Lebensraum, Erholungsraum, Wasserspeicher und Rückzugsort für bedrohte Arten immer größer.
Gleichzeitig verändern Klimawandel, Kalamitäten und gesellschaftliche Erwartungen die Rahmenbedingungen für die Waldbewirtschaftung. Viele Bürger wünschen sich mehr Naturschutz und ungenutzte Waldflächen. Demgegenüber stehen Waldbesitzer und die Forst- und Holzwirtschaft, die auf eine aktive Bewirtschaftung als Voraussetzung für den Waldumbau und die Bereitstellung des nachhaltigen Rohstoffs Holz verweisen.
Entsteht hier ein Gegensatz zwischen Wald und Holznutzung oder ist verantwortungsvolle Nutzung gerade ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Waldentwicklung?
Diese Fragen will der Veranstalter (FV Oberfranken) gemeinsam mit Vertretern aus Forstwirtschaft, Naturschutz, Politik und Waldbesitz auf Kloster Banz diskutieren.
Folgende Themen werden diskutiert:
1. Holz als Wirtschaftsfaktor
- Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft für den ländlichen Raum
- Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung
- Holzverwendung als Beitrag zum Klimaschutz
2. Wald als Ökosystem
- Biodiversität und Artenschutz
- Schutzgebiete und Nutzungsverzicht
- Wald als Wasser- und Klimaschützer
3. Eigentum und gesellschaftliche Erwartungen
- Welche Leistungen erwartet die Gesellschaft vom Wald?
- Welche Verantwortung tragen Waldbesitzer?
- Wer finanziert zusätzliche Gemeinwohlleistungen?
4. Die Zukunft unserer Wälder
- Welche Rolle spielt die aktive Bewirtschaftung?
- Wie sieht der Wald in Oberfranken im Jahr 2050 aus?
- Welche Kompromisse sind notwendig?