Forstwirtschaft
23. März 2018

proHolz Bayern auf dem 21. Forstlichen Unternehmertag

Der Forstliche Unternehmertag hat sich als wichtiger Branchentreff etabliert. Bereits zum 21. Mal trafen sich forstliche Unternehmer gemeinsam mit Vertreter der Forstwirtschaft und Wissenschaft am Campus Weihenstephan in Freising.

Referent MR Robert Morigl ermunterte die Forstunternehmer stolz auf ihr Tun zu sein.

Rund 200 Vertreter aus der forstwirtschaftlichen Wissenschaft und Praxis nahmen am Forstlichen Unternehmertag teil, der unter anderem von proHolz Bayern unterstützt wurde. Dr. Jürgen Bauer, Geschäftsführer der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern mit proHolz Bayern, übernahm am Vormittag die Moderation. Im ersten Vortrag des Tages sprach Ministerialrat Robert Morigl, Mitglied des proHolz Bayern Kuratoriums, zum Thema „Schützen und Nutzen – forstwirtschaftliches Handeln und gesellschaftliche Ansprüche bedeuten keinen Widerspruch!“. Er ermunterte die Unternehmer, mit Spaziergängern im Wald zu sprechen und deren Fragen zu beantworten. „Seien Sie stolz auf Ihre Arbeit“, war sein abschließender Apell.

In den weiteren Vorträgen wurden neue Modelle und Errungenschaften vorgestellt oder aus noch laufenden Forschungsarbeiten berichtet. So stellte Dr. Oliver Thees von der Schweizer WSL ein Modell zur Berechnung von Holzerntekosten vor, mit dem der Unternehmer seine Kosten auf Grundlage eigener Daten vergangener Einsätze kalkulieren kann. Darauffolgend berichteten Referenten aus Forschungsprojekten zur Aushaltungsoptimierung von Harvestern in Fichten- und Kiefernbeständen und von den Erfahrungen aus dem Projekt „Debarking Heads“ der TU München und Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, das sich mit der Entrindung von Holzstämmen mittels Harvester beschäftigt.

Der proHolz Bayern Stand im Foyer war gut besucht.

In den Pausen hatten die Gäste die Gelegenheit sich im Foyer eine Fachausstellung anzusehen. proHolz Bayern war mit einem Infostand vertreten und verteilte den aktuellen Geschäftsbericht. Zudem bot sich die Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit den Tagungsteilnehmern.

Der Nachtmittag beschäftigte sich mit den Themen „Klimafitte Wälder – Laub- oder Nadelholz?“, sowie mit Erfahrungsberichten aus dem BaySF Projekt zur mechanisierten Holzernte im Laubstarkholz. Auch über Erfahrungen des Einsatzes eines hydraulischen Fällsystems mit Fernbedienung wurde referiert, das den Forstwirten dabei hilft den Sicherheitsabstand zum fallenden Baum einzuhalten. Darüber hinaus sprachen Dr. Ina Ehrhardt und Bastian Sander vom Fraunhofen Institut über die richtige Planung und Lage von Rückegassen. Die Kommunikationsexpertin Petra Trimmel berichtete, wie Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft dabei helfen können, im Unternehmern besser zu kommunizieren. Den Abschluss bildete Prof. Dr. Ute Seeling vom KWF mit einem Bericht über Landerspezifische Unterschiede in der Ausschreibung und Vergabe forstlicher Dienstleistungen.