Holzbau
5. Februar 2018

Bauen mit Holz ist klimagerecht und zukunftsfähig

Am 02.02.2018 veranstaltete die Energieagentur Ebersberg-München in Garching in Kooperation mit dem AELF Ebersberg, der WBV Ebersberg/München-Ost, dem Bayerischen Zimmererverband und der Zimmerer-Innung München die Fachtagung "Bauen mit Holz". Unterstützt wurde die Tagung von proHolz Bayern.

Referatsleiter Hochbau Christian Dauer stellte die guten Erfahrungen mit Holzgebäuden der Stadt München vor.

In seinem Grußwort stellte Landrat Christoph Göbel einmal mehr die Dringlichkeit für Klimaschutz auf allen Ebenen heraus und unterstrich die hohe ökologische Bedeutung des Werkstoffs Holz in Zeiten der Klimaerwärmung. Derzeit werden in Bayern durch nachhaltige Forstwirtschaft und stoffliche Nutzung von Holz ein Drittel der CO₂-Emissionen kompensiert. Dies zeigt eindrucksvoll das hohe CO₂-Vermeidungspotenzial des Holzbaus – bei zugleich unvergleichbar niedrigen CO₂-Vermeidungskosten. Dass der Landkreis München bereits gute Erfahrungen mit Gebäuden in Holzbauweise hat, stellte Christian Dauer Referatsleiter Hochbau, in seinem Einführungsvortrag unter Beweis. Das Naturerlebniszentrum Pullach, die energetische Sanierung der Berufsschule München-Land bis zu Unterkunftsgebäuden für Asylbewerber sind beeindruckende Beispiele für die architektonischen Möglichkeiten und vielfältigen Vorteile des Bauens mit Holz. Im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Georg Kasberger vom AELF Ebersberg stand Holz als regionaler Baustoff. Er rechnete vor, dass allein mit dem Stammholzpotenzial der Mitglieder der Waldbesitzervereinigung Ebersberg/München-Ost 500 bis 750 Holzhäuser pro Jahr errichtet werden könnten. „Vom Waldbau bis zum fertigen Holzgebäude – hier liegt ein großes Potenzial für die lokale Wertschöpfung im ländlichen Raum!“, so Kasberger in seinem Plädoyer für Holz als regionalem und klimafreundlichen Baustoff.

„Holz kann’s – in allen Bereichen des Bauens“

Jochen Simon vom Institut für Landtechnik und Tierhaltung und die Architekten Martin Hirner, Regina Gaigl und Frank Lattke präsentierten ihre Projekte aus den Bereichen Landwirtschaft, Kommunale Bauten, Gewerbe- sowie Wohnungsbau. Der hohe Vorfertigungsgrad im Werk bedingt kurze Montagezeit auf der Baustelle und garantiert hohe Qualität. Die anschließenden Fachforen boten in parallel laufenden Gesprächskreisen den Raum zur Vertiefung der Spezialthemen mit Zeit für Fragen und Diskussion. Thematisiert wurden wirtschaftliche Aspekte ebenso wie Brandschutz, Erhaltungskosten und Einsatz von Holz bei der Altbausanierung bis hin zur optimalen Gestaltung von Lamellen.

Zum Abschluss der Veranstaltung fassten die Referenten die Ergebnisse der Gesprächsrunde zusammen.„Holzbauten in allen Bereichen erfüllen jeden Wunsch der Bauherren und leisten einen wesentlichen Beitrag zu regionaler Wertschöpfung und Klimaschutz.“ (Klimaschutzmanager Hans Gröbmayr). Das Feedback der Besucher war durchweg positiv. Mehr Holzbau und damit eine Substitution weitaus klimaschädlicher Baustoffe ist ein wichtiger Beitrag für unser Klimaschutzziel.