Bayern ist Waldland
Über ein Drittel Bayerns ist bewaldet. Hier stehen rund 2,6 Millionen Hektar Wald. Davon sind 57% in privater Hand.
43 % halten Staat und Körperschaften. Rund 700.000 Waldbesitzer sowie beauftragte Förster pflegen und bewirtschaften die bayerischen Wälder mit Sachverstand über Generationen hinweg.
 
Wald ist lebendiges Mosaik
Die Vielzahl der Waldbesitzer spiegelt sich in der Vielfalt der Waldbewirtschaftung. Es entsteht ein lebendiges Mosaik an Wäldern durch unterschiedliche Bewirtschaftungsarten. Auch die bestehenden Schutzzonen gehören dazu. Das generelle Muster heißt Vielfalt.
 
Wald ist geschützt
Forstliches Wissen und Tradition schützt den Wald. Dazu gehören Gesetze, rechtlichen Vorgaben und freiwillige Selbstverpflichtungen zur Einhaltung von Standards. Zudem gilt ein seit Jahrhunderten gelebter Generationenvertrag. Die Enkel ernten, was Großväter pflanzen und pflegen.
 
Wald als Naturerfahrung
Naturerleben lernen Kinder im „Abenteuerspielplatz Wald“. Der Geruch des Waldes prägt die Naturauffassung ein Leben lang. Deshalb lieben Menschen die Farben und den Geruch von Holz zuhause. Wald erzeugt ein stabiles Band zwischen Mensch, Natur und Material Holz.
 
Wald als Schatztruhe
Die Früchte des Waldes sind vielfältig. Der größte Schatz sind die Bäume selbst, denn sie binden CO2 und halten es fest, solange das Holz besteht. Die gewachsenen Speicher bieten dem Menschen Lebensgrundlage, Heimatgefühl und Wohnraum. Dieser Schatz erneuert sich ständig.
 
Wald verändert sich
Der Klimawandel erfordert ein Umdenken der Menschen und eine Umstellung der Natur. Das trifft auch den Wald, der fit gemacht werden muss für die Zukunft. Gesunder Wald ist stabiler Wald. Unterschiedliche Baumarten ergeben ein stabiles, ausfallsicheres System.
 
Wald macht Heimat
Der Mensch gestaltet seine Umgebung. Er gestaltet sie durch die Architektur, durch Landwirtschaft und Infrastruktur. Wälder gehören zur bayerischen Heimat, wie auch die Bewirtschaftung dieser Wälder seit Generationen. Waldpflege und –nutzung ist selbstverständlich.
 
 
Der Laubwald in Unterfranken

Laubholz erfordert Innovation
Der Umbau der Wälder aufgrund des Klimawandels bedeutet „mehr Laubbäume im Wald“. Laubholz wird bislang wegen seiner Festigkeit vorwiegend zu hochwertigen Möbeln und Furnieren verarbeitet. Doch es kommt in Zukunft viel mehr Laubholz mittlerer Qualität auf den Markt. Gerade recht für gutes Baumaterial, das aber erst den baulichen Anforderungen gerecht werden muss. „Brettschichtholz aus Buche“ ist eine Erfindung, die von Wissenschaftlern und Produktionsbetrieben bis zur Zulassung durch die Bauaufsicht vorangetrieben wurde. Ein Clusterprojekt, dessen Ergebnis nun erstmals im Bau angewendet wird.

Mit dem Bau des Erweiterungsbaues der LWF in Freising und der Verwendung von Laubholz dort im tragenden Bereich wurde ein Anfang gemacht. Das Netzwerk „Forst und Holz Unterfranken“, angesiedelt in der Laubholzregion Bayerns wird sich speziell mit dem Thema “Innovationen aus Laubholz“ beschäftigen.

Der europäische Fichtenspeckgürtel in Schwaben

Ein Landstrich setzt Maßstäbe
Der europäische Fichtenspeckgürtel liegt im Allgäu und bayerisch Schwaben. Nirgends gibt es eine solche Konzentration an Holzverarbeitern aller Veredelungsstufen, wie in der Region Augsburg. Sägereien, Zimmererbetriebe und große Unternehmen der Papier- und Verarbeitungsindustrie prägen die Gegend. Und sie agieren großteils innerhalb der regionalen Wertschöpfungskette. Ein Drittel der schwäbischen Betriebe erzeugt 90% des Umsatzes in der Region. Fast 70% des angekauften Holzes stammt aus der Region. Diese Wirtschaftsmacht gibt Impulse auch an die Maschinenbaubetriebe der Region. Wald und Holz ist eine treibende Kraft in Schwaben.

Das Frankenalbholz

Waldreichtum und Artenvielfalt
Der Landkreis Nürnberger Land ist mit fast 50% Waldfläche einer der waldreichsten in Bayern. Bedeutende Holzvorräte stehen hier also direkt vor der Haustür. Neben Fichte, Kiefer, Buche und Eiche in allen Dimensionen und Qualitäten – vom Brennholz bis zu hochwertigem Schneideholz – kommen auch Lärche und Douglasie, die z.B. im Holzhausbau gerne verwendet wird, und Besonderheiten wie die Elsbeere für hochwertige Möbel vor.

Allein aus dem jährlichen Holzzuwachs rund um Hersbruck, Altdorf und Lauf könnten rund 2.000 Holzhäuser gebaut werden, das wären über 5 Häuser pro Tag, denn Holz wächst auch an Sonn- und Feiertagen. Darüber hinaus fällt in den Wäldern und bei der Verarbeitung von Holz in den Sägewerken eine energetisch nutzbare Wald- und Sägerestholzmenge von ca. 180.000 t pro Jahr an. Damit könnte man z.B. für rund 22.000 Haushalte Strom erzeugen und zusätzlich durch die bei der Stromerzeugung entstehende nutzbare Wärme weitere 25,5 Mio l Heizöl sparen.

Quelle: www.initiativkreis-holz.de

Der Bayerische Wald - Leben mit dem Nationalwald

Der Bayerische Wald gewährleistet natürliche Dynamik
Bayerischer Wald, Böhmerwald, Šumava, – so lauten wechselnde Namen für ein und dasselbe uralte Gebirge in der Mitte Europas, je nach kulturellem, geographischem oder historischem Bezug. Als mächtiges Bollwerk aus den harten Urgesteinen Gneis und Granit trennt es Bayern von Böhmen und das Einzugsgebiet der Donau von dem der Moldau. Auf seinem Hauptkamm verlaufen Staats- und Sprachgrenze zwischen Deutschland und Tschechien, wie auch die Grenze zwischen den zwei Nationalparken Bayerischer Wald und Šumava.

Natur Natur sein lassen
Der Nationalpark Bayerischer Wald schützt eine für Mitteleuropa charakteristische, weitgehend bewaldete Mittelgebirgslandschaft mit ihren natürlichen und naturnahen Ökosystemen als nationales Naturerbe für jetzige und künftige Generationen. Das Wirken der natürlichen Umweltkräfte und die ungestörte Dynamik der Lebensgemeinschaften werden dabei vornehmlich gewährleistet. So entwickeln sich die Wälder des Nationalparks auf der weit überwiegenden Fläche ohne lenkende Eingriffe des Menschen langfristig wieder zu Naturwäldern. Naturereignisse wie Windwurf und Schneebruch sind zusammen mit Insekten- und Pilzbefall wesentliche Faktoren einer natürlichen Waldentwicklung

Quelle: www.nationalpark-bayerischer-wald.de